Lerntipps
1)
Malend Lernen
2) mind maps
3) Bewegte Pausen
4) Ernährungstipps
5) "superlearning"
Malend lernen?
Meine Freundin war während ihres ersten Semesters Medizin öfter
krank und konnte erst im zweiten Semester richtig einsteigen.
Während der Semesterferien holte sie den versäumten Stoff
nach und malte alle Muskeln, Knochen, Gelenke farbig auf und brachte
sich so die Anatomie bei. Später stellte sie fest, dass sie weitaus
besser die Anatomie des Körpers beherschte als Ihre Mitstudenten.
Lerntipp 1:
Malen Sie sich die Muskeln, Knochen, auch physiologische Vorgänge
(z.B. Vorgänge in der Niere) als Bild auf.
Hängen Sie sich "Ihre" Poster und Bilder auf, z.B. in
die Küche, wo Sie während des Spülens oder Kochens öfter
hinschauen.
Buchtipps:
"Malatlanten" erschienen
im Arcis Verlag http://www.arcismuc.de/malatlas.htm

Lerntipp 2:
Verschaffen Sie sich eine Überblick!
Machen Sie sich z.B. Poster oder Karteikarten zu einzelnen Erkrankungen,
den Symptomen und Laborwerten.
"Mind mapping"
Eine interessante Erkenntnis der Gehirnforschung der letzten Jahre
sind die "mind maps", mit denen man Gedanken und Inhalte graphisch
strukturieren kann und die sich dadurch besser einprägen.
Mindmap = Landkarte der Gedanken
Beispiel:
Erstellen Sie sich eine eigene mind map zum Thema " Leitsymptome
von Herzklappenfehlern"
1) In die Mitte schreiben Sie das Thema:
"Leitsymptome Herzklappenfehler"
2) dann sammeln Sie alle Erkrankungen, die in dieses Thema gehören
-Aorteninsuffizienz
-Mitralinsuffizienz
-Aortenklappenstenose
-Mitralklappenstenose
Diese Erkrankungen ordnen Sie um das Hauptthema graphisch an.
3) Jeweils neben die 4 Erkrankungen schreiben Sie die Leitsymtome:
Beispiel als Bild:

bitte
hier klicken zur Vergrößerung:
Durch das Erstellen, Aufzeichnen und spätere Anschauen prägen
sich die Lerninhalte optimal in Ihr Gedächtnis ein.
Weitere mindmaps: (einfach anklicken zur Ansicht)
Knochenerkrankungen
Rheumatischer
Formenkreis
Leitsymptome
der Erkrankungen des Zentralen Nervensystems
Krankheitsursachen
des Zentralen Nervensystems
Psychische
Elementarfunktionen und deren Störungen
Leitsymptome
der Erkrankungen des Peripheren Nervensystems
Download-Tipp: Mindman Personal (Freeware)
Mit diesem Programm können Sie kinderleicht Mindmaps am Computer
erstellen. Empfehlenswert!
Geben Sie einfach in eine Suchmaschine, z.B. www.google.de
folgende Suchbegriffe ein: "mindman personal freeware".
Hier finden Sie mehrere Möglichkeiten, um das Programm kostenlos
herunterzuladen.

Lerntipp 3:
Bewegte Pausen
Effektive Lernpausen optimieren Ihre Aufnahmekapazitäten!
Versuchen Sie sich vor jedem Lernen von Ihrem Alltag zu befreien.
Machen Sie spätestens nach einer Stunde eine Pause:
Legen Sie Ihre Lieblingstanzmusik auf und tanzen Sie 5-10
Minuten. Das enstpannt und fördert die Durchblutung!
Atmen Sie tief ein paar Mal kräftig mit Geräuschen
ein und aus. Trauen Sie sich Laute von sich zu geben.
So können Sie eventuelle Spannungen abbauen.
Machen Sie folgende Übung, um Denkblockaden zu lösen:
Auf die Plätze fertig los! "Die Acht"
Wichtig ist eine bequeme Haltung.
Handflächen vor der Brust aufeinanderlegen; ohne Druck. Dann mit den Händen
eine Acht in die Luft malen: groß, klein, voll und schmal, senkrecht,
waagerecht.
Ohne den Kopf zu drehen sollte man mit den Augen der Bewegung folgen.
Die Richtung wechseln und die Form von der Mitte aus nach links oder rechts
oben beginnen. Langsam arbeiten, gleichmäßig und ruhig atmen. In jede
Richtung 5 x die Acht malen. Pause. 2 - 3 x wiederholen!
Die Bewegungen lockern die Schultern, beide Gehirnhälften werden durch
die Form harmonisiert. Das Denken wird angeregt. Überarbeitete Augen
werden wieder frisch.
Variante: 15 x nur die Bewegung mit dem rechten Arm, dann
15 x mit dem linken Arm und abschließend 15 x mit beiden Armen gleichzeitig
ausführen. Der Rücken sollte die ganze Zeit über möglichst gerade sein.
Nicht anlehnen! Wichtig: Bei nur einer Hand darauf achten, dass diese
die Mittellinie des Körpers kreuzt.

Lerntipp 4:
Ernähren Sie sich bewußt und unterstützen Sie damit
Ihre Lernfähigkeit:
Trinken Sie sich fit!
Kopfschmerzen können auch von Flüssigkeitsmangel herrühren.
Trinken Sie deshalb viel Wasser, damit Ihr Körper entgiften und Stoffwechselschlacken
ausscheiden kann.
Alternative: ungesüßte Früchte- oder Kräutertees,
ungesüßte Fruchtschorlen (9 Teile Wasser, 1 Teil Fruchtsaft)
Heißhunger vermeiden - Schokolade eher beiseite lassen!
Heißhunger entsteht immer dann, wenn der Blutzuckerspiegel unter
den normalen Wert sinkt.
Die Folge der Unterzuckerung: Kopfweh, Konzentrations-mangel, Hunger auf
Süßes. Wenn Sie jetzt Süßes in Form von einfachen
Kohlenhydraten zu sich nehmen, fühlen Sie sich gleich besser. Allerdings
steigt der Blutzuckerspiegel rasant an, die Bauchspeicheldrüse arbeitet
auf Hochtouren, so daß der Blutzuckerspiegel genauso blitzschnell
wieder sinkt.
Deshalb: Bevorzugen Sie "komplexe" Kohlenhydrate, wie
z.B.in Obst, Gemüse, Vollkornprodukten. Der Blutzuckerspiegel steigt
nur langsam, der Sättigungseffekt hält länger an.
Ein ideales Pausenessen sind Bananen - der hohe Gehalt an Frucht- und
Traubenzucker liefert eine Extraportion Kohlenhydrate und helfen ein Leistungstief
zu überwinden.

Lerntipp 5:
Der Geist des Menschen ist kein Gefäß,
das gefüllt, sondern ein Feuer, das entfacht werden will (Plutarch)
Superlearning - was ist das?
Superlearning oder Suggestopädie wurde in den 60er
Jahren von dem bulgarischen Arzt und Psychologen Prof. Dr. Georgi Lozanov
an der Universität Sophia als ganzheitliches Lernverfahren begründet.
Diese "revolutionäre" Lerntechnik wurde im Westen bekannt
durch ein Buch zweier amerikanischer Journalisten, die über Geheimwaffen
hinter dem Eisernen Vorhang schrieben. Suggestopädie wurde darin
als Wunderwaffe bei der Ausbildung der östlichen Elite beschrieben.
Angeblich sollte es möglich sein, zum Beispiel tausende von Wörtern
einer Fremdsprache mühelos in wenigen Tagen zu lernen...
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten bald, daß die Suggestopädie,
richtig angewendet, tatsächlich überdurchschnittliche Lernergebnisse
liefern kann. Das Gehirn hat eine viel höhere Merkfähigkeit,
als man gemeinhin gedacht hat. Die Leistung des Gedächtnisses wird
jedoch bei den meisten Lernenden durch bewußte und unbewußte
Suggestion eingeschränkt.
Ganzheitliches Lernen
Das menschliche Gehirn besteht aus zwei Hälften. Es ist bekannt,
daß die linke Gehirnhälfte speziell für das logische und
abstrakte Denken zuständig ist - die rechte für das kreative,
assoziative Denken, für die Welt der Träume, Bilder, Phantasien.
Bei herkömmlichen Lernmethoden wird nur die linke Gehirnhälfte
angesprochen, die rechte bleibt hingegen ungenutzt.
Wie kommt es zu Lernblockaden?
Kennen Sie den Zustand - Sie lesen ein paar Abschnitte, aber es geht nichts
in Ihren Kopf hinein? Woran liegt das?
Zwischen den einzelnen Nervenfasern befindet sich ein winziger Spalt,
die Synapse. Damit ein Impuls weitergeleitet werden kann, wird dieser
Spalt durch eine Überträger-substanz blitzschnell überbrückt
und der Impuls, bzw die Information kann weitergeleitet werden. Durch
Leistungsdruck und Stress wird diese Überträgersubstanz blockiert
und die Impulse können nicht mehr weitergeleitet werden. Beim Superlearning
werden Lernblockaden abgebaut, was sich auch auf andere Lebensbereiche
auswirkt.
Lustvolles Lernen?
Superlearning aktiviert auch die rechte Gehirnhälfte und hilft uns
unbewußte Lernblockaden zu überwinden. Durch verschiedene Techniken
wie
Entspannung
Suggestionsformeln, die das Selbstvertauen stärken
Einsatz von klassischer Musik
Atmung, Rhythmus, Ton
mentale Techniken
Visualisierungstechniken
spielerische Elementen und Bewegung
wird unsere kreative, intuitive Seite angesprochen und aktiviert.
Wir sind in einem körperlich entspannten Zustand, aber der Geist
ist hellwach und aufnahmefähig.
Das Ergebnis ist schnelleres Lernen, eine tiefere Verankerung des Lehrstoffes
im Langzeitgedächtnis und ein langsameres Vergessen.
Es ist nicht möglich, die Methode der Suggestopädie oder "superlearnings"
hier erschöpfend vorzustellen und die Methode zu vermitteln. Allerdings
können Sie einzelne Elemente sofort in Ihr Lernen aufnehmen und eine
Steigerung Ihrer Lernfähigkeit erreichen.

Was können Sie tun?
1) Motivation
Das Entscheidende beim Lernen ist immer die Motivation und eventuelle
Blockaden, die es auszuräumen gilt..
Wer sich "begeistern" kann für ein Thema, wer ein festes
Ziel vor Augen hat, der hat es um ein Vielfaches leichter. Verankern Sie
in Ihrem Denken:
Lernen macht Spaß!
Lernen Sie mit Lust und vorallem Leichtigkeit! Lösen Sie sich bei
Bedarf von der strengen Abfolge der Skripten. Beginnen Sie mit einem Thema,
das Sie interessiert und für das Sie sich begeistern können.
Entwickeln Sie eine Lust, den "Vorgängen des Lebes auf die Spur"
zu kommen.
Versuchen Sie neugierig wie ein Kind zu sein.
Die Neugierde ist eine wichtige Triebfeder beim Lernen. Erinnern Sie sich,
wie Sie früher als Kind voller Neugierde die Welt erforscht haben.
Knüpfen Sie an diese Gefühle an und bearbeiten Sie mit diesem
Gefühl der Neugierde Ihre Skripten.
Verankern Sie in Ihrem Denken, daß Lernen einfach und leicht funktioniert.
Erinnern Sie sich an einen Moment, wo Ihnen das Lernen leicht gefallen
ist oder wo Sie einen echten Gedächtniserfolg hatten. Die "Emotionen"
- das Glücksgefühl, der Stolz über den Erfolg - sind wichtige
Überbringer der Botschaften an das Unbewußte, wo sich dann
die Informationen "Lernen passiert leicht" wirklich verankern
kann.
Machen Sie sich eine Liste mit zwei Spalten. Schreiben
Sie in die eine Hälfte, was Sie beim Lernen motiviert, was Sie glauben,
was Sie alles können und Ihre Ziele.
Auf der anderen Hälfte des Zettels notieren Sie die Stimmen und Sätze,
die sich dabei ganz unwillkürlich bei Ihnen melden.
Lassen Sie Ihre Zweifel, Ihre Ängste und Glaubenssätze sprechen,
die Sie hindern Ihre Ziele zu erreichen.
Schauen Sie sich bewußt Ihre "Lernblockaden" an. Erst
wenn Ihnen bewußt wird, was Sie zutiefst wirklich glauben, können
Sie diese Glaubenssätze ändern.
Schaffen Sie in sich Raum für neue, positive Affirmationen.
Bedenken Sie: Bisher haben Sie maximal 10% Ihrer geistigen Kapazitäten
genutzt. Sie stehen an einem Wendepunkt, wo Sie Zugang zu bisher ungenutzen
Potentialen bekommen.
Verinnerlichen Sie:
Ich kann.
Lernen macht mir Spaß.
Lernen funktioniert ganz leicht.
2) Entspannen Sie sich!
Die erste und wichtigste Grundlage für alle Lernvorgänge ist
die Schaffung einer stressfreien, angenehmen Lernsituation.
Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie vor jeder Lernphase Entspannungsübungen.
Es lohnt sich! Wenn Sie die Entspannungsübungen regelmäßig
wiederholen, wird es Ihnen immer leichter fallen sich schnell zu entspannen:
Beispiel A:
Progressive
Muskelentspannung
Beispiel B:
Psychische
Entspannung
Entspannungs-CD
Sie können sich auch eine Entspannungs-CD anschaffen, mit der
Sie regelmäßig üben. z.B. die CD "Entspannungsparadies"
von Sigrid Borst. Hier finden Sie mehrere Elemente kombiniert - Muskelentspannung
nach Jackobsen, Phantasiereisen, autogenes Training, Yoga und Meditiation.
Die CD ist mit Klangschalenmusik und Text.
Bezugsquelle: www.concentrum.info

3) Unterstützen Sie Ihre Lernzeiten mit
entspannender Musik
Hier finden Sie eine Liste mit Musikstücken, die beruhigend
und entspannend auf den Geist wirken.
Diese Liste ist selbstverständlich nicht erschöpfend. Die genannten Werke
haben sich bei den Supermemory-Sitzungen bewährt, können aber auch durch
andere langsame Sätze aus beliebigen Barockkompositionen ersetzt bzw.
ergänzt werden.
JOHANN SEBASTIAN BACH
1. Largo aus dem Flötenkonzert in G-moll nach BWV (Bach-Werkverzeichnis)
1056. Bearbeitung für Flöte; Original: Cembalo. James Galway spielt Bach
2. Aria zu den Goldberg- Variationen, BWV 988 (Cembalo). 3. Largo aus
Konzert für Klavier und Streichorchester Nr. 5 in F-moll, BWV 1056.
4. Largo aus Konzert für Cembalo solo in G-moll, BWV 975 (nach Vivaldi).
(Cembalokonzerte nach Antonio Vivaldi)
5. Largo aus Konzert für Cembalo solo Nr. 5 in G-dur, BWV 976.
6. Largo aus Konzert für Cembalo solo in F-dur. (FSM 34 287) ARCANGEL0
CORELLI
7. Alle langsamen Sätze aus Concerti grossi op. 6, Nr. 1-12.
GEORG FRIEDRICH HÄNDEL
9. Largo aus Konzert Nr. 3 in D-dur. (Feuerwerksmusik)
10. Largo aus Konzert Nr. 1 in B-dur. (Concerto grossi op. 3, Nr. 1-6)
GEORG PHILIPP TELEMANN
11. Largo aus Fantasien für Cembalo, Nr. 17 in G-moll.
12. Largo aus Konzert für Viola, Streicher und Basso continuo in G-dur.
ANTONIO VIVALDI
13. Largo aus »Winter« Die vier Jahreszeiten.
14. Largo aus Konzert in D-dur für Gitarre, Streicher und Basso continuo.
15. Largo aus Concerto für Mandoline, Streicher und Orgel, Nr. 1 in C-dur
PV 134.
16. Largo aus Concerto für Viola d'amore, Laute, Streicher und Basso continuo
in D-moll PV 266.
17. Largo aus Konzert für Flöte, Streicher und Basso continuo in C-dur
PV 79.
Diese spezielle Barockmusik wirkt wie ein Mantra und soll einen bestimmten
psychophysischen Zustand entspannter Konzentration herbeiführen.

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